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London [1/4: Bild von 08:05:00] | |||||||||||
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Als Kind hatte ich eine Unmenge an Ideen, was ich alles in meiner Zukunft machen könnte.
Vieles hat sich später durch die Realität wieder verflüchtigt, einiges ist aber sitzen geblieben.
So zum Beispiel die Idee, über alle Schweizer Pässe zu fahren.
Die Überquerung zu Fuss hatte ich schon von vornherein ausgeschlossen, da dies kaum ein Ende haben würde: Bleib realistisch!
Das Ganze mit dem Motorrad oder gar Auto anzugehen, war als Kind durchaus denkbar, aber zu langweilig!
Das Velo zu nehmen, war durchaus verlockend, allerdings war ich schon als Kind ziemlich faul: Sport ist Mord. Zu meiner Verteidigung muss ich erwähnen, dass meine Körperlänge mir nie erlaubt hätte, bei den besten Sportlern zu sein. Ich war (als Zweitkleinster in der Klasse) immer bei den Letzten, belohnt wurden aber nur die Ersten.
Das Mittel zur Wahl wurde deshalb das
Töffli.
Die Pläne sind als Jugendlicher - anfangs der 70er-Jahre - soweit gediehen, dass ich mir eine Gratis-Schweizerkarte in der Grösse eines Viertelquadratmeters (Massstab 1:600'000) besorgte und darauf alle Pässe mit schwarzem Filzstift als Kreis einzeichnete.
...und hier noch ein paar Perlen aus dem (SRF-)Archiv:
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Das Projekt war dann etwas eingeschlafen. Nachdem ich aus dem Elternhaus ausgezogen war, aber noch vor der Gründung einer Familie,
hatte ich genügend Zeit, die Pläne wieder hervorzuholen:
Ich kaufte mir - das war wohl gegen Ende der 80er-Jahre - die
Generalkarte der Schweiz im Massstab 1:300'000
vom
Bundesamt für Landestopografie.
Bei dieser Karte handelt es sich um eine Verkleinerung der 1:200'000-Landeskarte auf einem Blatt! Wohl eine der detailreichsten Karten, in der nicht nur Dörfer und Weiler eingezeichnet und angeschrieben sind, sondern auch jede Menge Pässe: nicht nur Strassen-, sondern auch Fusspässe. Ich legte ein Pergamentpapier auf die Karte und markierte - zuerst mit Blei-, dann mit Filzstift - alle Pässe. Danach versuchte ich, diese mit den vorhandenen Strassen so miteinander zu verbinden, dass möglichst keine Wege doppelt genutzt wurden. Das Ziel war, möglichst wenige Pässe zweimal zu überqueren: Ein topologisches Problem, das leider mit den vorhandenen Strassen und Fahrverboten nicht vollständig, aber doch annähernd gelöst werden konnte! Die Familie mit Frau und Kindern liess dann das Projekt wieder einschlummern...
Vor nicht allzu langer Zeit - nach zwei, drei Dutzend Jahren - erzählte ich meiner Frau von meinem Bubentraum. Sie reagierte nicht, wie ich erwartet hatte, sondern sagte spontan: "Da komme ich mit!" Damit erwachte der Plan erneut.
Die Routenplanung wurde zu einer ziemlich aufwendigen Angelegenheit: Zuerst mussten Software-Werkzeuge gefunden werden, mit denen die Planung möglichst präzise vorgenommen werden konnte, da mir Papier und Bleistift nicht mehr genügend präzise erschienen. Bekannt waren mir z. B. Kurviger.de (ich fahre ja auch Motorrad) oder komoot (brauche ich ab und zu zum Velofahren).
Von vornherein als untauglich musste ich Google-Maps einstufen. Was da geboten wird, ist für die Reiseplanung einfach Schwachsinn: Dass es - wie bei den andern Tools - keine Einstellung für Töffli gibt, kann ich verstehen. Dass aber knallhart mit der Fahrradeinstellung querbeet durch Fahrverbote gefahren wird, ist wirklich untauglich. Das Schlimmste aber ist, dass die Schweizer Alpenpässe zeitweise (und zwar nicht einmal zeitlich übereinstimmend mit einer effektiven Sperrung) einfach als "nicht befahrbar" betrachtet werden! Das heisst, eine Planung im Winter für eine Tour im Sommer ist unmöglich! Dieser Mangel wird schon seit JAHRZEHNTEN in Foren diskutiert und es wurden schon hunderte Male Abhilfemassnahmen gefordert: Google aber hat kein Gehör... (uf tüütsch: taub, aber kassiere und grooss schnure.)
Auserkoren als beste Werkzeuge habe ich schlussendlich:
Total fand ich 125 Pässe, die in der Schweiz oder zumindest auf der Grenze zum Ausland liegen und mit dem Töffli befahrbar sind. Einige sind zwar teil-/zeitweise für den motorisierten Verkehr verboten, aber grundsätzlich gut befahrbar. Dazu mehr unter Fahreinschränkungen.
Im Verlaufe unserer Reise (als wir nach dem Col de la Forclaz einen Abstecher zum Lac d'Émosson machten) fanden wir den 126. Pass, den Col de la Gueulaz!
Dieser führt von Le Châtelard an die Staumauer und von dort auf der andern Seite wieder hinunter - direkt oder via Les Montuires - nach Le Châtelard.
Weitere Informationen, um die Gegend auszuspionieren.
Durch die Routenführung waren ursprünglich im Ausland noch folgende acht Pässe eingeplant:
Erst nach der abgeschlossenen Planung der Etappen erfuhr ich, dass es in Italien nicht erlaubt ist, an einem motorisierten Zweiradfahrzeug einen Anhänger mitzuführen (mit Ausnahme von E-Bikes)! Deshalb musste die Etappierung komplett neu gemacht werden. Bis auf die beiden Pässe Norbertshöhe und Col du Grand Taillet fielen alle ausländischen Pässe den Italienern zum Opfer. Soviel zum "Kantönligeist der EU"!
Aus diesen Ideen entstanden...
Später kam dann noch der folgende Menüpunkt hinzu:
Im Jahre 2023 konnten wir 73 von 126 Pässen erklimmen, nämlich die Pässe mit den Nummern 001-055, 102-108, 116-125, sowie den unbezeichneten Col de la Gueulaz. Somit verbleiben für die Zukunft noch 53 übrig - sofern nicht noch einer auftaucht.
Dazu habe ich die restliche Route, also die Tracks 056-101 und 109-115 überarbeitet:
Passname | alt | neu |
---|---|---|
Rengg | 109 | 201 |
Glaubenberg | 110 | 202 |
Glaubenbielen | 111 | 203 |
Hilferenpass | 112 | 204 |
Schallenberg | 113 | 205 |
Schwarzenbühl | 114 | 206 |
Gurnigelpass | 115 | 207 |
Jaunpass | 056 | 208 |
Les Agites | 057 | 209 |
Col de Jaman | 058 | 210 |
Col des Mosses | 059 | 211 |
Pas de Morgins | 060 | 212 |
Col de la Givrine | 061 | 213 |
Col du Marchairuz | 062 | 214 |
Col du Mollendruz | 063 | 215 |
Col du Mont d'Orzeires | 064 | 216 |
Col de l’Aiguillon | 065 | 217 |
Col des Étroits | 066 | 218 |
Col des Roches | 067 | 219 |
Col de la Tourne | 068 | 220 |
Col de la Vue des Alpes | 069 | 221 |
Col du Chasseral | 070 | 222 |
Col des Pontins | 071 | 223 |
Col du Mont Crosin | 072 | 224 |
Col de Montvoie | 073 | 225 |
Col de la Croix (JU) | 074 | 226 |
Col des Rangiers | 075 | 227 |
Col de Pierre Pertuis | 076 | 228 |
Weissensteinpass | 077 | 229 |
Balmberg | 078 | 230 |
Breitehöchi | 079 | 231 |
Eichhöhe | 080 | 232 |
Passwang | 081 | 233 |
Scheltenpass | 082 | 234 |
Challpass | 083 | 235 |
Oberer Hauenstein | 084 | 236 |
Santelhöchi | 085 | 237 |
Belchenflue | 086 | 238 |
Chilchzimmersattel | 087 | 239 |
Challhöchi | 088 | 240 |
Unterer Hauenstein | 089 | 241 |
Schafmatt | 090 | 242 |
Salhöhe | 091 | 243 |
Benkerjoch | 093 | 244 |
Staffelegg | 094 | 245 |
Böhler | 092 | 246 |
Mutschellen | 101 | 247 |
Heitersberg | 100 | 248 |
Rüsler | 099 | 249 |
Bözberg | 095 | 250 |
Bürersteig | 096 | 251 |
Siblingerhöhe | 097 | 252 |
Randenüberfahrt | 098 | 253 |
Ein paar Überlegungen für die kommende Reise:
Ohne sich vorher Gedanken zu machen, funktioniert ein solches Vorhaben nicht. Da wir nicht an einen bestimmten Termin gebunden sind, ist keine zeitliche Planung notwendig. Hingegen ist die Materialbereitstellung von wesentlicher Bedeutung.
Land | Helm | CH-Kleber | Warnweste | Erste-Hilfe-Verbandszeug | Handschuhe | Pannendreieck | Rückspiegel |
A | ✅ | ✅ | ✅ Kasten | ||||
(FL) | ✅ | ❣ | |||||
(I) | ✅ | ✅ | ❣ | ✅ | |||
F | ✅ ECE22/04 + 4 refl. Kleber |
✅ | ✅ EN471 | ✅ EN13594 | |||
D | ✅ | ✅ | ❣ |
Um das Risiko von Betriebsunterbrüchen zu minimieren, werden wir uns zwei neue Mofas besorgen. Die Auswahl ist nicht sehr gross: Pony GTX oder Pony Cross - welches, ist noch nicht festgelegt, aber das eine in blau und das andere in rot. Wir werden uns auch den Luxus "Elektrostart-Paket" (E-Start, Blinker, Bremslicht, Horn) leisten. Damit haben wir auch eine eingebaute Batterie, die wir für unser Smartphone verwenden können.
Im Abschnitt Routenplanung werden alle geplanten Abschnitte auf einer Karte angezeigt. Verwendet wird dazu der GPXViewer© von J. Berkemeier in der Version 6.16.
Für jeden Streckenabschnitt wurde je eine GPX-Datei manuell aus einer Vorlage erstellt und mit dem RouteConverter© (V. 2.30) bearbeitet:
Diese GPX-Dateien für die Routenplanung sind folgendermassen aufgebaut:
<metadata> <name>SchweizerPässeTöffliTour - {nnn}{X} {Passname}</name> <time>2022-02-02T22:22:22.222Z</time> </metadata>
{nnn}
= dreistellige Nummer des Passes (001..125) gem. Liste{X}
= A(nfahrt) oder P(ass)<wpt>
ist folgendermassen aufgebaut:
<wpt lat="47.2478" lon="8.884"> <ele>999.9</ele> <name>Wegpunktname</name> <sym>{Symbol}</sym> </wpt>
<trk> <name>Trackname</name> <extensions> <gpxx:TrackExtension> <!-- Garmin track color, wird vom GPXViewer unterstützt --> <gpxx:DisplayColor>Transparent</gpxx:DisplayColor> <!-- als Farbe erlaubt sind: Black,DarkRed,DarkGreen,DarkYellow,DarkBlue,DarkMagenta,DarkCyan,LightGray, DarkGray,Red,Green,Yellow,Blue,Magenta,Cyan,White,Transparent --> </gpxx:TrackExtension> </extensions> <trkseg> <trkpt lat="47.2478" lon="8.8840"> <ele>999.9</ele> <name>Wegpunktname (Ortschaft, Passname)</name> <sym>{Symbol}</sym> </trkpt> <trkpt lat="47.2478" lon="8.8839"> <ele>999.9</ele> <name>Position ppp</name> </trkpt> ... <trkpt lat="47.2478" lon="8.8841"> <ele>999.9</ele> <name>Wegpunktname (Ortschaft, Passname)</name> <sym>{Symbol}</sym> </trkpt> </trkseg> </trk>
const emoji_test = /\p{Extended_Pictographic}/ug;ersetzt durch:
const emoji_test = /\p{Emoji}/u;
🏡
= 🏡 🫕
= 🫕 🇨🇭
= 🇨🇭🇱🇮
= 🇱🇮🇦🇹
= 🇦🇹🇩🇪
= 🇩🇪🇫🇷
= 🇫🇷🇮🇹
= 🇮🇹<sym>Bar</sym>
= Anfahrt-Startpunkt (= Pass-Endpunkt)<sym>Flag</sym>
= Anfahrt-Endpunkt = Pass-Startpunkt<sym>Flag</sym>
= Anfahrt-Zwischenpunkt<sym>Start</sym>
= Pass-Startpunkt<sym>Summit</sym>
= Passhöhe<sym>Finish</sym>
= Pass-Endpunkt<sym>Circle_red</sym>
= Fahrverbotanfang<sym>Square_green</sym>
= Fahrverbotende<sym>Bridge </sym>
= Zoll/Landesgrenze<sym>Residence </sym>
= ZuhauseFür die Aufzeichnung der Positionsdaten während der Reise wird ein GPS-Logger Columbus P-1 verwendet. Die Dateien liegen im GPS-Logger in Verzeichnissen der Form
yyyy-mm(yyyy = Jahr, mm = Monat), darin haben die .csv-Dateien die Bezeichnung
ddhhMMss.CSV(dd = Tag, hh = Stunde, MM = Minute, ss = Sekunde).
Die aufgezeichneten .csv-Dateien werden von der SD-Karte kopiert und direkt per FTP in ein Verzeichnis upload.csv auf den Server kopiert. In gleicher Weise werden die unterwegs geschossenen Fotos (.jpg) und Videos (.mp4) per FTP in das Verzeichnis upload.img geladen. Auf dem Server wird per Cronjob aus den Videos das erste Frame als .jpg-Datei abgelegt und mit eventuell vorhandenen GEO-Daten versehen.
Mit einem Skript admin.php können die hochgeladenen Bild-Dateien bearbeitet und für die Öffentlichkeit aufgearbeitet werden: